Freiham - ein neues Stadtquartier

Freiham leuchtet

Freiham blüht

Freiham bietet Raum

viel Platz in Freiham

Straßen, Plätze, Unterführungen

Verkehrserschließung des neuen Siedlungsschwerpunkts Freiham-Nord

Das Baureferat hat im Juli 2015 mit dem Straßenbau für den neuen Siedlungsschwerpunkt Freiham-Nord begonnen. Die Vollversammlung des Stadtrats hat am 29. Juli 2015 die Projektgenehmigung für den Teilausbau der öffentlichen Verkehrsflächen im ersten Realisierungsabschnitt von Freiham-Nord sowie den Ausbau der Bodenseestraße mit Kosten in Höhe von 30 Millionen Euro erteilt. Außerdem wurde das Baureferat beauftragt, die erforderlichen vorbereitenden Maßnahmen durchzuführen.
Ziel der Maßnahme ist, den zukünftigen Eigentümern die Bebauung der einzelnen Baufelder zeitnah nach dem Erwerb zu ermöglichen sowie frühzeitig die Verkehrs- und Schulwegsicherheit zu gewährleisten. Hierzu ist die verkehrliche Erschließung notwendig. Sie erfolgt in Form eines widmungsfähigen Teilausbaus der öffentlichen Verkehrsflächen innerhalb des Neubaugebiets. Entsprechend der Vermarktungstermine für die verschiedenen Baufelder ist mit einem Baubeginn der privaten Hochbaumaßnahmen voraussichtlich ab Herbst 2017 zu rechnen. Die Bauarbeiten für zwei Grundschulen in Freiham-Nord haben bereits begonnen, sie werden 2017 fertig gestellt.

Als vorbereitende Maßnahme wurden die zukünftigen Verkehrswege im Herbst 2015 mit zirka 200.000 Kubikmeter Kies um bis zu eineinhalb Meter erhöht. Dies war nötig, da das Geländeniveau wegen des hohen Grundwasserstands im gesamten Baugebiet angehoben werden musste. Im Zuge dieser Maßnahme mussten sukzessive 89 Bäume entfernt werden, im Endausbau wird das Baureferat aber weit über 1.000 Bäume neu pflanzen. Anschließend begann in 2016 der Einbau der Straßenentwässerung und die Befestigung der Fahrbahnen mit einer vorläufigen Asphalttragdeckschicht. Zusätzlich sind auch abgegrenzte Gehwege entstanden. Damit die Straßen ausreichend verkehrssicher sind, müssen sie zudem mit einer provisorischen Beleuchtung ausgestattet werden. Insgesamt sollen vier Kilometer Fahrbahnen und Gehwege entstehen.
Die Baustellenlogistik erfolgt ausschließlich über das Planungsgebiet und weiter über die Bodenseestraße zur A 99 beziehungsweise über die Wiesentfelser Straße und Anton-Böck-Straße zur A 96. Zusätzlich wurde ein provisorischer Anschluss zur A99 hergestellt, der voraussichtlich Mitte Juni für den Baustellenverkehr freigegeben werden kann. Dadurch wird eine Beeinträchtigung der bestehenden Wohngebiete vermieden.

2016 haben auch die Arbeiten in der Bodenseestraße begonnen. Sie wird den Ansprüchen, die durch das neue Quartier mit bis zu 25.000 Einwohnern entstehen, angepasst und verbreitert. Großzügige Geh- und Radwege sowie je zwei Fahrstreifen in beide Richtungen nehmen das zusätzliche Verkehrsaufkommen auf. Die Knotenpunkte an der Anton-Böck-, der Hans-Stützle- und der Hans-Steinkohl-Straße haben neue Signalanlagen und sichere Querungsmöglichkeiten erhalten. Während der Umbauzeit der Bodenseestraße wurde der fließende Verkehr in beiden Fahrtrichtungen aufrechterhalten, indem jeweils ein Fahrstreifen pro Richtung zur Verfügung stand.

Stadtteilzentrum und Stadtplatz

Im 1. Realisierungsabschnitt ist nördlich der Bodenseestraße ein zentral gelegenes Stadtteilzentrum vorgesehen. Es besteht aus vier einzelnen Baufeldern, die sich um den zentralen Stadtplatz gruppieren. Sie sollen mit großflächigen Gewerbe- bzw. Geschäftsgebäuden und stadtbildprägenden Hochhäusern bebaut werden. Der Stadtplatz wird das Herzstück des öffentlichen Lebens in Freiham. Er wird als Fußgängerzone angelegt und soll zum Flanieren und zum Aufenthalt einladen. Hier sind Einzelhandel, Restaurants, Cafés und weitere öffentliche Dienstleistungen vorgesehen. Südlich der Bodenseestraße befindet sich der Umsteigebereich für den öffentlichen Personennahverkehr. Von hier aus wird das Stadtteilzentrum mit öffentlichen Verkehrsmitteln erschlossen.

Die „Aubinger Allee“ (Nord-Süd-Magistrale)

Die zentrale Erschließungsachse des künftigen Stadtteils Freiham wird die sogenannte Aubinger Allee mit vier Baumreihen sein. Vom zentralen Stadtplatz im Stadtteilzentrum erstreckt sich die Allee nach Norden entlang der Wohnquartiere des 1. Realisierungsabschnitts und des Aubinger Friedhofs bis zum Germeringer Weg. Sie endet nördlich des Stadtteilzentrums, wo lediglich Fußgänger- und Radfahrverkehr sowie die Trambahn verkehren. Die Aubinger Allee ist nach Westen hin auch die Nahtstelle für den zukünftig noch ausstehenden 2. Realisierungsabschnitt.

Öffentliche Grün- und Platzflächen südlich des S-Bahnhalts Freiham

Das Baureferat stellt die öffentlichen Grün- und Platzflächen südlich des S-Bahnhaltes Freiham im Gewerbegebiet Freiham Süd her. Ein wesentlicher Bestandteil ist der barrierefrei gestaltete Grünzug von der bereits bestehenden öffentlichen Grünfläche Kiefernhain zur neuen S-Bahn-Unterführung. Südlich des neuen S-Bahnhaltes stößt diese Grünfläche auf eine abgesenkte Platzfläche, die in die Unterführung übergehen wird. Platzfläche und Unterführung dienen als zentraler Ort der Ankunft im neu entstehenden Stadtteil; die endgültige Gestaltung von Unterführung und Platzfläche wird vorerst nicht angestrebt. Abhängig vom weiteren Ausbau sollen hier, in der Unterführung unter den Bahnsteigen, wichtige Informationen zu den öffentlichen Bauvorhaben in Freiham präsentiert werden.

Mehr Sicherheit: Rad- und Fußwegunterführung unter der S-Bahn-Trasse an der Freihamer Allee

Die S-Bahn-Unterführung an der Freihamer Allee schafft seit August 2015 eine Rad- und Fußwegverbindung zum südlich der S-Bahn-Trasse gelegenen Gut Freiham und damit eine bedeutende Achse für die Naherholung im Münchner Westen. Die Unterführung ersetzt den alten beschrankten Bahnübergang, der nach der Inbetriebnahme des neuen S-Bahn-Haltepunktes Freiham geschlossen werden musste. Sie dient ausschließlich Radlern und Fußgängern, der motorisierte Verkehr wird über die Hans-Steinkohl-Straße zur Centa-Hafenbrädl-Straße geführt. Die Deutsche Bahn hat 2014 die Überbrückung der Gleistrasse hergestellt, das Baureferat legte im ersten Halbjahr 2015 den Rampenbereich sowie den Fuß- und Radweg an. Die Kosten teilen sich Bund, Deutsche Bahn und Stadt zu je einem Drittel. Wichtiges Gestaltungsziel war es, für die historische Freihamer Allee mit ihrem alten Baumbestand eine Lösung zu finden, die sich harmonisch in die Umgebung einfügt. Sie besteht aus einer begrünten Gabionen-Wand, das sind mit Natursteinen gefüllte Drahtkörbe, die einer Trockenmauer nachempfunden sind. Außerdem wurden zahlreiche neue Kastanien gepflanzt, um den Alleecharakter der Freihamer Allee wiederherzustellen.