Freiham - ein neues Stadtquartier

Freiham leuchtet

Grünes Freiham

Freiham bietet Raum

Viel Platz in Freiham

Bildungscampus und Sportpark Freiham

Projekte mit Zukunft

Mit dem neuen Bildungscampus und Sportpark wird Freiham zu einem bedeutenden Schul- und Sportstandort.

Am Bildungscampus wird seit März 2017 gebaut, der Sportpark entsteht seit Juni 2017. Die Arbeiten sollen bis Juli beziehungsweise November 2019 abgeschlossen sein.

Richtfest-Feier im Bildungscampus Freiham (31. Juli 2018)

Luftaufnahme: Wenzel + Wenzel

 

Baureferentin Rosemarie Hingerl lud am 27. Juli zum Richtfest auf die Baustelle des Bildungscampus Freiham. „Nach nur 14 Monaten Bauzeit können wir auf Münchens größter Schulbaustelle den Abschluss der Rohbauarbeiten feiern. Wir liegen damit in unserem ehrgeizigen Zeitplan “, erklärte sie. Bei bestem Sommerwetter wurde im kühlen Rohbau der zukünftigen „Zentralen Mitte“ des Campus vor den etwa 250 geladenen Gästen die Richtfestkrone feierlich hochgezogen. Es folgten Ansprachen von Oberbürgermeister Dieter Reiter sowie Stadtschulrätin Beatrix Zurek.

„Mich freut, dass wir mit dem Richtfest für den neuen Bildungscampus einen entscheidenden Meilenstein für die Entwicklung Freihams feiern können. Denn mit dem neuen Campus wird Freiham zu einem der größten Schulstandorte Münchens. Wenn alles fertig ist, sollen hier insgesamt etwa 3.000 Schülerinnen und Schüler unterrichtet werden. Der Münchner Stadtrat hat dafür rund 245 Millionen Euro zur Verfügung gestellt – die höchste Summe, die in München jemals in ein Bildungsprojekt geflossen ist. Die Regierung von Oberbayern hat für dieses Projekt Fördermittel in Höhe von 36 Millionen Euro in Aussicht gestellt, von denen ein Teil bereits bewilligt ist. Dafür sage natürlich auch ich ein herzliches Dankeschön,“ sagte Oberbürgermeister Reiter. Und Stadtschulrätin Beatrix Zurek freute sich: „Ich finde es wunderbar, dass für den Bau von Bildungseinrichtungen so viel Geld zur Verfügung gestellt wird. Das ist vor allem im Hinblick auf andere, finanziell schwächere Städte in Deutschland nicht selbstverständlich.“

Seit dem Baubeginn im Frühling 2017 entstehen im Bildungscampus Freiham eine fünfzügige Grundschule, ein Sonderpädagogisches Förder- und Kompetenzzentrum mit 19 Klassen und Doppelsporthalle, eine fünfzügige Realschule und ein sechszügiges Gymnasium. Die Schulgebäude des Bildungscampus setzen sich kammartig aus Baukörpern zusammen, die durch mittige und seitliche Gänge verbunden sind. Grundschule sowie Sonderpädagogisches Förder- und Kompetenzzentrum bilden eine bauliche Einheit im Nordwesten des rechteckigen Baufelds, ebenso wie Realschule und Gymnasium im Süden des Geländes. Zusammen mit dem Gebäude der Zentralen Mitte, das als Solitärbau im Nordosten des Campus und als Schnittstelle zum zukünftig entstehenden angrenzenden Stadtquartier steht, definieren sie den städtebaulichen Abschluss zu den umgebenden Straßen. Zusammenführende Funktionen wie Mensa mit Küche, Bibliothek und Kreativbereiche, die von allen Schulen genutzt werden, sind in der Zentralen Mitte untergebracht. Durch das Zusammenfassen von je zwei Schulen zu baulichen Einheiten wird eine hohe Nutzungsflexibilität erreicht. Die Schulen sind nach dem Münchner Lernhauskonzept geplant und in überschaubare Einheiten gliedert. Das Lernen erfolgt in sogenannten „Clustern“, die je nach Schulart aus mehreren Klassenzimmern, Räumen für die ganztägige Betreuung und die Inklusion sowie einem Teamzimmer bestehen und sich um einen offenen, multifunktionalen Mittelbereich gruppieren.

Umlaufende Fluchtbalkone „öffnen“ die Gebäude insbesondere zum grünen Campus. Eine Fassadengestaltung in Weiß und hellem Gelb wird die Campusatmosphäre unterstreichen. Entlang der Straßen sind die Fassaden aus Lärmschutzgründen eher geschlossen. Helle Ziegelflächen lassen aber auch hier einen freundlichen Eindruck entstehen.

Der zentrale Grünraum ist als öffentlicher Park konzipiert, mit dem sich die Freiflächen der Schulen eng verzahnen. Die Pausenhöfe liegen zwischen den Lernhäusern zur öffentlichen Grünfläche und sind teilweise baulich umschlossen. Auf den Dächern zweier Lernhäuser von Gymnasium und Realschule entstehen Freibereiche mit Spielflächen. Die Freiflächen der beiden weiterführenden Schulen und der Zentralen Mitte sind zum Park hin offen geplant. Sitzmauern zeichnen den Grenzverlauf der Schulgrundstücke nach. Diese offene Gestaltung stärkt den Campus-Charakter der Gesamtanlage. Eine barrierefreie Unterführung mit Tageslicht wird den Bildungscampus mit dem benachbarten Sportpark verbinden, der für den Schul- wie auch den Breitensport vorgesehen ist.

Mit dem Richtfest wurde der Abschluss der Rohbauarbeiten gefeiert. Es wurden schon 6.160 Tonnen Stahl und 47.000 Kubikmeter Beton verbaut. Allein der Bauteil entlang der Bodenseestraße ist 244 Meter lang. Um das ehrgeizige Ziel der Fertigstellung zum Schuljahr 2019/2020 zu erreichen, arbeitet das Baureferat unter Hochdruck an der Umsetzung. Werktags sind bis zu 350 Baufachleute im Einsatz. Während der Rohbauphase waren bis zu neun Kräne gleichzeitig hier. Es wird von Montag bis Samstag gearbeitet, und auch im Winter bei Temperaturen bis 15 Grad Kälte ging der Betrieb auf der Baustelle weiter. Sogar an einigen Sonn- und Feiertagen war die Rohbaufirma dank Ausnahmegenehmigung des Kreisverwaltungsreferates und der Regierung von Oberbayern mit bis zu 100 Beschäftigten auf der Baustelle. Da ist es natürlich von Vorteil sozusagen auf der „grünen Wiese“ ohne Nachbarn zu bauen.

Bisher lag der Schwerpunkt der Arbeiten auf der Rohbaufirma. Mit dem Ausbau vervielfacht sich die Anzahl der Firmen und damit die Risiken für Störungen im Bauablauf. Derzeit arbeiten 23 Firmen auf der Baustelle an Elektro-, Heiz-, Lüftungs- und Sanitärinstallationen, Fassaden und im Be- reich Trockenbau. Demnächst beginnen die weiteren Ausbauarbeiten, beispielsweise mit Schlossern, Schreinern und Bodenlegern.

Die Bautermine bei dem Projekt sind so knapp bemessen, dass keine Zeitpuffer vorhanden sind. Unvorhergesehenen Verzögerungen zum Beispiel durch Firmeninsolvenzen kann nur mit Beschleunigungsmaßnahmen begegnet werden. „Unsere Projektleitung und alle Beteiligten auf der Baustelle sind hoch motiviert und engagiert, den Fertigstellungstermin zum Schuljahr 2019/2020 einzuhalten. Sie werden alles daran setzen, das Ziel zu erreichen. Wie kritisch dieser Weg aber ist, soll folgender Vergleich zeigen: In ähnlich kurzen Bauzeiten von gut zwei Jahren wie beim Gymnasium Trudering oder Nord muss hier etwa das dreieinhalbfache Bauvolumen entstehen“, erklärt Baureferentin Rosemarie Hingerl.

Flyer zum Neubau Bildungscampus Freiham, Richfest Juli 2018 (PDF-Datei)

In Freiham entsteht ein modellhafter Schul- und Sportstandort

Mit dem Bildungscampus und Sportpark wird Freiham zu einem stadtweit bedeutenden Schul- und Sportstandort. Hier realisiert die Stadt erstmals ein Bauprojekt, das allen Schülerinnen und Schülern – auch mit unterschiedlichsten Formen von Behinderungen – gerecht wird. Es soll als Modell für künftige Schulbauten dienen.

Für beide Projekte führte das Baureferat einen Realisierungswettbewerb durch, der im Oktober 2014 und im Februar 2015 entschieden wurde. Für den Bildungscampus setzte sich die Arbeit von felix schürmann ellen dettinger architekten mit Keller Damm Roser Landschaftsarchitekten Stadtplaner (beide München) durch. Für den Sportpark wurde der 1. Preis vom Preisgericht einstimmig an die Teilnehmergemeinschaft Georg·Scheel·Wetzel Architekten mit Lützow 7 C.Müller J.Wehberg Garten- und Landschaftsarchitekten (beide Berlin) vergeben. Das Preisgericht empfahl beide Arbeiten zur weiteren Bearbeitung.

Auf dem Campusgelände werden eine fünfzügige Grundschule, ein Förder- und Kompetenzzentrum mit 19 Klassen und Doppelsporthalle, eine fünfzügige Realschule und ein sechszügiges Gymnasium errichtet. Die vier unterschiedlichen Schultypen sind so angeordnet, dass sie sowohl zueinander als auch zu den öffentlichen Freiflächen in einem räumlichen Zusammenhang stehen. Bibliothek und Mensa nutzen alle Schulen gemeinsam.
Die angrenzenden Bereiche werden durch öffentlich nutzbare Grünflächen verbunden und attraktive Aufenthaltsflächen geschaffen. Auf dem Gelände des Sportparks sind auch Aktionen für den Breitensport geplant, zum Beispiel in den zwei Dreifachsporthallen mit Zuschauertribünen.  Der Sportpark soll fließend in den geplanten Landschaftspark Freiham übergehen. Das Baureferat hat im März 2017, nur vier Monate nachdem der Stadtrat am 26. Oktober 2016 die Projektgenehmigung erteilte, mit der Realisierung begonnen.

Video und Bilder zum Richtfest im Juli 2018

Baustelle der Superlative

… in Bildern

Fotos: Wenzel + Wenzel, Christoph Mukherjee, panTerra, Baureferat

Richtfest-Feier am 27. Juli 2018

Bilder: Christoph Mukherjee, Michael Nagy (Presseamt München)

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